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Trachtenmusikkapelle intern

Die Tracht der TMK Weißbach


Bei der Gründung im Jahr 1906 gab es noch keine einheitliche Kleidung der Musikanten. Bereits ein Jahr später entschloß man sich für den Ankauf militärisch geschnittener Uniformblusen mit Parolis und Lyras am Kragen, sowie Hüten mit Federbuschen. Wegen des Nahverhältnisses der Musikkapelle zur Feuerwehr wurden im Laufe der 20er – Jahre die Hüte gegen Tellerkappen getauscht. Im Jahr 1935 vervollständigte man die Uniform mit passepoilierten Hosen und steifen Hüten, die weißen Federbuschen wurden wieder als Hutzier verwendet. Die Montour in dieser Form wurde bis 1957 getragen. Eine Neueinkleidung in heimatliche Tracht war in Planung. Ein Votivbild aus der Seelenkapelle diente als Vorlage für einen einfach geschnittenen grauen Janker mit grünem Kragen, darunter die rote Tuchweste mit Silberknöpfen zur Kniebundlederhose mit hellgrauen Stutzen. 1958 gab es eine Feier anlässlich der Einkleidung in Tracht. Ranzen wurden erst später nach und nach angeschafft. Die ersten Marketenderinnen in den 50er – Jahren hatten des Miedergwand, das bis 2015 in Form der einfachen Senndintracht getragen wurde, dazupassend eine graue bzw. braune Salzburger Frauenjoppe. Ein Zweitanzug in Form eines Salzburger Anzuges, den man Ende der 60er – Jahre angeschafft hatte, wurde 1986 aufgelassen und dafür als Zweittracht der braune Pinzgauer Janker mit dazupassenden Hüten und schwarzen Hosen angeschafft. Die Musikantinnen trugen zur grauen bzw. braunen Jacke einen schwarzen Lodenrock. Im Jahr 2005 erhielten die Musikantinnen Dirndlkleider – einfache Salzburger Leiblkittel, farblich passend zu den Jacken der Musiktracht. So gekleidet feierte die TMK das 100 Jahr – Jubiläum im Jahr 2006.

2016 – das Jubiläumsjahr – 110 Jahre TMK Weißbach – geht wieder mit einem besonderen Schwerpunkt in die Weißbacher Musikchronik ein. Seit einigen Jahren wurden Gespräche geführt nur mehr die Festtracht weiterzuführen und man entschloss sich für eine Neueinkleidung im Jubiläumsjahr 2016. Mit einem findigen Arbeitskreis, welcher Vorschläge einholte und diese in mehreren Sitzungen bearbeitete, wurde die neue Musiktracht festgelegt.

Der graue Janker, wie er seit der 1. Trachteneinkleidung im Jahr1958 getragen wurde, diente als Grundlage für die jetzige Neueinkleidung. Der einfach geschnittene Musikjanker ist aus hellgrauem Loden mit tannengrün passepoilierter Vorderkante, grünen Ärmelaufschlägen und der ebenso grüne Kragen ist mit Musiklyras verziert. Die kirschroten Tuchwesten werden durch Silberknöpfe mit Hirschmotiv geknöpft. Neu sind auch die schwarzen Halsbindl. Die neuen Musikhüte sind hochgegupft, mit Hutschnurr und mit einem Schildhahnhaken verziert. Die Musikanten tragen dazu eine Kniebundlederhose, wollweiße Stutzen und schwarze Trachtenschuhe mit Schnalle.

Bei Trauerausrückungen tragen alle,  Musikanten sowie Musikantinnen zum Janker mit der roten Weste schwarze Hosen.

Die Musikantinnen und Marketenderinnen tragen eine „Mitterpinzgauer Festtracht“. Dieses Gewand wurde 1986 in unserer Talschaft (aus alten Trachtenvorlagen von 1935) als sogenannte „Urtracht“ erneuert. Farblich abgestimmt zur Musikjacke und Tuchweste sieht die „Mitterpinzgauer Festtracht“ für die TMK Weißbach folgend aus: Das Schnürlleiberl aus kirschrotem Wollbrokat hat eine rote Rückenteilung, die Ausschnitte und die verlegten Schulternähte sind tannengrün eingefasst. Der rote Latz ist mit einer Silberspitze verziert und wird mit Schlangenhaken und Silberkordel geschnürt. Der schwarze Wollrock ist in Stehfalten gereiht, und die gestreifte Seidenschürze ist farblich abgestimmt in grün-rot. Die Musikantinnen tragen wollweiße Stutzen und die Marketenderinnen weiße Zwirnstutzen. Ein schwarzes Flörl, das mit einem silbernen Tuchring zusammengehalten wird unterscheidet die Marketenderinnen von den Musikantinnen, ebenso die mit dem Schürzenstoff gefütterten Unterseiten der Hutkrempen.

Nach  fast 60 Jahren erscheint eure Musikkapelle durch diese Erneuerung in einem völlig neuen Gesamtbild. Daß das Tragen von Tracht einem ständigem Wandel unterworfen ist, wird durch die kleine Rückschau in die Trachtengeschichte eurer Musikkapelle klar ersichtlich – neben dem Musizieren sind auch solche Schritte wichtig für die Zukunft eurer Gemeinschaft. In diesem Sinne wünsche ich euch viel Freude und gesellige Stunden bei den Ausrückungen mit eurer neuen Musiktracht. Zur gelungenen Neueinkleidung darf ich euch herzlich gratulieren und bedanke mich für die gute Zusammenarbeit.  

                                                                                   

Barbara Wimmer Trachtenschneiderin und

Trachtenreferentin im Gauverband der Pinzgauer Heimatvereinigungen


Tracht mit langer schwarzer Hose

Erste Ansicht der neuen Tracht

Maketenderin

Tracht komplett

Ohne Hut

Marscherleichterung

Ein schöner Rücken…

Hutparade

Vorlage zur ersten Tracht,

Eine Votivtafel im Seelekammerl der Pfarrkirche